<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><xml><records><record><source-app name="Biblio" version="7.x">Drupal-Biblio</source-app><ref-type>47</ref-type><contributors><authors><author><style face="normal" font="default" size="100%">Habedank,Birgit</style></author><author><style face="normal" font="default" size="100%">Jutta Klasen</style></author></authors></contributors><titles><title><style face="normal" font="default" size="100%">Kopflausbefall: Welche Mittel wirken?</style></title><secondary-title><style face="normal" font="default" size="100%">Fortbildungsveranstaltung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Berlin, 22.-24.3.2006.</style></secondary-title></titles><dates><year><style  face="normal" font="default" size="100%">2006</style></year></dates><urls><web-urls><url><style face="normal" font="default" size="100%">https://www.bfr.bund.de/cm/343/kopflausbefall_welche_mittel_wirken.pdf</style></url></web-urls></urls><publisher><style face="normal" font="default" size="100%">Bundesinstitut für Risikobewertung Pressestelle Thielallee 88-92 14195 Berlin</style></publisher><pub-location><style face="normal" font="default" size="100%">Berlin, Germany</style></pub-location><language><style face="normal" font="default" size="100%">eng</style></language><abstract><style face="normal" font="default" size="100%">&lt;p&gt;Kopflausbefall ist ein weltweites Problem. Besonders betroffen sind Kinder und zwar insbe- sondere dann, wenn sie Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Ein Zusammenhang zwi- schen dem Kopflausbefall und der Zugeh&amp;ouml;rigkeit zu einer sozialen Schicht besteht nicht. In Deutschland sind gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 34 (6) Inefktionsschutzgesetz (IfSG) Leiter von Gemeinschafts- einrichtungen zur Meldung von Kopflausbefall an das zust&amp;auml;ndige Gesundheitsamt verpflich- tet. Gesetzlich ist aber keine zentrale Sammlung dieser Meldungen im Robert Koch-Institut vorgesehen. Daraus und aus der hohen &amp;bdquo;Dunkelziffer&amp;ldquo; resultiert ein sehr l&amp;uuml;ckenhaftes Bild &amp;uuml;ber die tats&amp;auml;chliche Inzidenz von Kopflausbefall in Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
	Zur Kopflausbek&amp;auml;mpfung werden in Deutschland zahlreiche Produkte angeboten. Es handelt sich dabei im wesentlichen um Arzneimittel und Medizinprodukte. Auch einige kosmetische Haarpflegemittel sollen vor Kopflausbefall sch&amp;uuml;tzen. Aber nicht alle Mittel wirken gleich gut. In den Gebrauchsinformationen fehlen Hinweise auf die Folgen einer Unterdosierung und einer Unterschreitung der notwendigen Einwirkzeit. Beide k&amp;ouml;nnen dazu f&amp;uuml;hren, dass Kopf- l&amp;auml;use die Behandlung &amp;uuml;berleben. Wiederholungsbehandlungen werden von einigen Arznei- mittelherstellern nur dann empfohlen, wenn einige Tage nach der Erstbehandlung noch le- bende L&amp;auml;use gefunden werden. Einzeln nachschl&amp;uuml;pfende Larven zu finden, erweist sich in der Praxis aber oft als schwer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
	Das Umweltbundesamt pr&amp;uuml;ft im Rahmen der Wirksamkeits- und Anwendungspr&amp;uuml;fungen von Sch&amp;auml;dlingsbek&amp;auml;mpfungsmitteln gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect;18 Infektionsschutzgesetz Kopflausmittel auf ihre Wirksamkeit. Mittel, die den Kopflausbefall bei sachgerechter Anwendung tilgen, sind in der Liste der gepr&amp;uuml;ften und anerkannten Mittel und Verfahren zur Bek&amp;auml;mpfung von Gliedertieren nach &amp;sect;18 Infektionsschutzgesetz (&amp;bdquo;Entwesungsmittelliste&amp;ldquo;) aufgef&amp;uuml;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
	Der gegen Kopfl&amp;auml;use hochwirksame Wirkstoff Lindan darf ab 2008 gem&amp;auml;&amp;szlig; einer EU- Regelung nicht mehr eingesetzt werden. Die anderen Arzneimittel zur Kopflausbek&amp;auml;mpfung enthalten Pyrethroide (Pyrethrum, Bioallethrin, Permethrin &amp;ndash; Neuaufnahme 2006). Pyrethrum ist hoch und schnell wirksam gegen alle Entwicklungsstadien der L&amp;auml;use und zerf&amp;auml;llt relativ schnell. Bioallethrin ist ebenso hoch und schnell wirksam. Permethrin f&amp;uuml;hrt zu einer irrever- siblen Sch&amp;auml;digung der L&amp;auml;use, die aber relativ langsam sterben. Die Wirkung h&amp;auml;lt zwar &amp;uuml;ber mindestens 11 Tage an, l&amp;auml;sst aber schon nach wenigen Tagen nach und damit zu einem Zeitpunkt, an dem noch Larven nachschl&amp;uuml;pfen k&amp;ouml;nnen. Auch ein Medizinprodukt auf der Ba- sis von Kokosnuss&amp;ouml;lderivaten wurde gepr&amp;uuml;ft und wird 2006 in die Entwesungsmittelliste auf- genommen. Es zeigte unter Laborbedingungen eine auffallend schnell abt&amp;ouml;tende Wirkung auf alle L&amp;auml;usestadien. Um dies zu erreichen, m&amp;uuml;ssen die Haare mit dem Mittel sehr gut durchtr&amp;auml;nkt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
	Auch wenn Hersteller dies nicht ausdr&amp;uuml;cklich empfehlen, sollte die Anwendung 8-10 Tage nach der Erstbehandlung wiederholt werden. Dies hat besonders vor dem Hintergrund dro- hender Resistenzentwicklungen gegen Pyrethroide nachhaltige Bedeutung. Entscheidend f&amp;uuml;r den Erfolg einer Kopflausbek&amp;auml;mpfung ist die Wahl eines hochwirksamen Mittels und dessen konsequente Anwendung bis zur Tilgung des Kopflausbefalls.&lt;/p&gt;
</style></abstract></record></records></xml>